Ein Traum eines jeden
Online-Spielers ist wahr
geworden.
Everest-Qualifikant
Christiano Blanco aus Rom hat
beim EPT in Dortmund den
2. Platz belegt und 380.000 Euro
Preisgeld abgeräumt.
Der Sportjournalist aus Rom
spielt seit 7 Monaten bei
Everest und gewann sein
Turnierticket am 13. Dezember
bei Everest-Poker.
Zuvor hatte er in seinem Leben
nur zwei kleine Live-Turniere in
Italien gespielt.
In Dortmund kam er schnell an
den ersten Fernsehtisch, da mit
Thang Duc Nguyen (GER) und
Markus Golser (AUT)
deutschsprachige Prominenz am
Tisch vertreten war.
Ab Platz 48
wurde Preisgeld aus bezahlt
und da Christiano den ganzen
Tag keine ordentlichen
Starthände bekam (das Beste
war einmal QQ den ganzen
Samstag) wurde er langsam „small
stack“. Damit war er ein
potenzieller Kandidat auf
dem undankbaren 49. Platz
auszuscheiden, zumal Jonny
Lodden (NOR) eine aggressive
Chipdominanz am Tisch
ausstrahlte. Doch nach einer
Stunde „hand-for-hand-play“
und viel Zittern war es
geschafft, Christiano war im
Geld.
Danach folgte ein aggressive
Bravourleistung bei der er 6
Mal den Pott mit All-In
stahl und danach eine
Verdopplung als sein 7-7
gegen J-K hielt und kurze
Zeit später sein K-J gegen
6-6 traf. Danach zeigte er
solides Poker und schaffte
es den Finaltag mit 424.000
Chips auf Platz 6 zu
erreichen mit noch 13
verbleibenden Spielern.
Am letzten
Tag gewann er dann früh eine
entscheidende Hand. Mit Pik
K-6 im Big Blind callte er
einen Raise, da er glaubte
Michael Mucklisch aus
Nürnberg wollte nur seinen
Blind stehlen. Auf dem Flop
kamen zwei weiter Pik die
Flush-Option war offen.
Beide checkten, auf dem Turn
keine weitere Hilfe und
Christiano checkt in vordere
Position. Michael spielt an
und Christiano callte. Auf
dem River kommt ein weiteres
Pik. Christiano spielt
leicht an und Michael
Mucklisch geht sofort All-In.
Beide haben ungefähr die
gleiche Chipzahl und es
kommt der Call. Der Deutsche
zeigt Flush mit Bube hoch
und Christiano gewinnt den
Pott mit König hoch und ist
unangefochtener Chipleader
mit noch zehn Spielern im
Turnier.
Am
Finaltisch schwindet dann
sein Chipstack und mit noch
drei Spielern im Turnier,
wartet er diszipliniert auf
eine gute Hand um zu
verdoppeln. Doch plötzlich
geraten die beiden
Chipleader Andreas Hoivold
und Sebastian Ruthenberg
aneinander und der Deutsche
verliert bei einem Bluff
fast alle Chips.
Kurze Zeit
später ist er raus und
Christiano kann seinen Stack
nur eine Hand lang im
Heads-Up halten, als er in
Q-Q beim Sieger Hoivold
läuft. Christiano
gratulierte dem siegreichen
Norweger mit einem
zufriedenen Lächeln auf den
Lippen und freute sich über
380.000 Euro unerwartetes,
aber wohlverdientes
Preisgeld. Das Everest-Team
gratuliert dem charmanten
Italiener zu seinem 2.
Platz.